Nachdem ich die letzen 3 Wochen mehr oder minder out of order war, nun also mal wieder etwas Neues.
Gefühlt war ich schon eine Ewigkeit nicht mehr im Dienste König Fußballs auf Deutschlandtournee und so entschied ich mich vergangenen Dienstag Ausschau nach in Frage kommenden Matches zu halten. Die einzig für mich interessante Alternative zur tatsächlichen Tour wäre Dukla Prag - Liberec - Teplice gewesen, was allerdings zur Folge gehabt hätte, die Eintracht am Sonntag in Hannover nicht zu sehen.
Also besteht das Programm nun aus Plauen, Chemie Leipzig und eben Hannover.
Auftakt heute im Vogtland...
Angetreten habe ich die Reise zur Morgenstunde bei 14°C, bei Ankunft in Plauen zeigte das Thermometer derer gerade noch 5. Da mich das weltweite Netz darauf vorbereitet hatte, startete die Stadtbesichtigung jedoch gut verpackt. Auto schnell in Stadionnähe geparkt und schon ging es per Straßenbahn gen Zentrum. Die zentrale Haltestelle heißt Tunnel. Warum dem so ist, konnte ich leider nicht herausfinden, ist doch kein selbiger weit und breit zu sehen. Sachdienliche Hinweise ausdrücklich erbeten. Nach kurzem Stop in der Touri-Info einmal die Innenstadt abgelaufen. Für den geübten Power-Sightseeer in einer Stunde bequem zu bewältigen und definitiv lange nicht so hässlich, wie ich es als vorurteilsbeladener Wessi erwartet hatte. Da es nach dem Standrundgang noch etwas zu früh war, um anschließend zum Stadion zu gurken, bin ich noch etwas mit der Straßenbahn rumgefahren und habe in irgendeinem Klamotten-/Platten-/Ramschladen ein Shirt von The Used und eine TRB-Platte erstanden, die noch in meiner Sammlung fehlte. Nachdem auch die Restzeit durch Teetrinken erfolgreich überbrückt wurde, ging es nun zurück zum Auto, um die Einkäufe zu verstauen und das Stadion-Outfit anzulegen.
Nach kurzem Fußweg erreichte ich auch schon das Stadion, das ich im Herbst auf dem Weg nach Chemnitz bereits besichtigt hatte. Gefällt mir. Lediglich die Sicht war heute nicht optimal. Vor lauter Nebel konnte man, selbst wenn man relativ mittig auf der Tribüne stand, teilweise kaum die gegenüberliegende Eckfahne erkennen.
Magdeburg zahlenmäßig und auch akustisch ohne andauerndes Trommelfeuer überwiegend stark vertreten. Das kam schon knapp an die erwarteten 500 Gäste ran, vermute ich. Nachdem der FCM nach einer halben Stunde bereits 2:0 führte, strich der ca. 50 Mann starke/schwache Heimmob, der sich zuvor redlich bemühte, die Segel und entfernte die Blockfahne. In der Halbzeit Spaziergang über das gesamte Stadiongelände, inkl. Besuch der Vereinsgaststätte, in der stilecht auch ein Eintracht-Schal hing. Und genau deshalb liebe ich unterklassigen Fußball...keine Einlasskontrolle und Bewegungsfreiheit ohne Ende in einer geschichtsträchtigen Sportstätte.
Die zweite Halbzeit lief nun ganz anders und nahezu filmreif. Plauen glich flugs auf 2:2 aus. Nach einer erneuten Gästeführung dann noch kurz vor Ende ein Elfmeter für das Heimteam, der sicher versenkt wurde. Fußballherz, was willst du mehr?
Dazu habe ich einen der lässigsten Fanartikel ever erstanden...die VFC-Brotdose!
Morgen steht dann Chemie Leipzig auf dem Programm und wenn ich was erlebe, dann gibt es vielleicht schon sehr bald Neuigkeiten.
Darf ich beim nächsten Besuch in der Gegend nicht vergessen zu besichtigen: Göltzschtalbrücke



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