Runde zwei der ersten Osttour diesen Jahres mit Beteiligung der Frankfurter Freunde der Betriebssportgemeinschaft Chemie, die ihre Spiele an altehrwürdiger Stelle austragen, auch wenn sie hier nach den jahrelangen Wirren nicht mehr Hausherr sind und mit dem Eigner FC Leipzig-Leutzsch aktuell mal wieder schwer im Clinch liegen.
Nach dem obligatorischen Stadtbummel, der nicht viel Neues zutage brachte, außer dass die Baustelle am Markt nun endlich Geschichte zu sein scheint und die legendäre Gaststätte "Waschsalon", in dem der Leipziger Tatort gespielt wurde, geschlossen hat, fuhr ich mit der Straßenbahn in die westliche Vorstadt. Da sich der Zuschauerandrang in Grenzen hielt, ließ ich mich von meinem Stadionnäschen sicher ans Ziel führen. Nach Ankunft am Stadion flugs ein Billet erworben und schon ging es zu Besichtigung der von der Rückseite bedenklich baufällig aussehenden Tribüne und der restlichen zusammengestückelnden Stadionteile. Ein richtig schön gewachsener Ground, der aufgrund seines baulichen Zustands nur noch zu einem Viertel der eigentlichen Kapazität freigegeben ist. Seis drum, Spaziergänge sind dennoch in allen Teilen möglich.
Spielerisch war das Dargebotene für Landesliga Sachsen in Ordnung, vom Hocker gerissen hat es mich auch aufgrund der fehlende Dramaturgie weniger. Der heimische Anhang (562 der 563 Zuschauer) supportete ordentlich, in der ersten Halbzeit eher Ultra-Uffta-Uffta-Tralala, im Durchgang zwei dann wesentlich spielbezogener. Wie dem auch sei...wie man sich nach Jahren des Chaos auch nur irgendwie motivieren kann, sich allwöchentlich für den Verein in den Niederungen des Amateurfußballs den Arsch aufzureißen...Hut ab dafür. Umso mehr bei metereoligischen Rahmenbedingungen wie heute.
Aus dem vorgenannten Grund wurde es mir dann auch eine Viertelstunde vor Schluss zu bunt und ich verzog mich durchgeweicht auf die Tribüne.
Nach Abpfiff ab ins Radefelder Hotel, Pizza bestellt und aufgewärmt.
Baut mich gerade wieder auf: Stöffsche

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