Donnerstag, 14. Februar 2013

Insane in the membrane!

Nach nur ca. 28 Monaten Entwicklungszeit beginnt eine neue Zeitrechnung der Unterhaltung, denn es gibt mit dem neuen INSANE tatsächlich die lange erwartete Ausgabe 8 des Lifestyle-Magazins Nummer eins der Rhein-Main-Region. Und als wäre dem nicht schon genug, steht dieses meinungsbildende Machtwerk der Autoren Debil, Oli und meiner Wenigkeit ab sofort zum kostenfreien Download bereit.
 
 
Unn weider?
Passend zum gewählten Motto begab sich vergangenen Samstag Folgendes: Der Gepiman sammelte mich zur eher ungewöhnlichen Zeit von 9 Uhr ein, um dem Skisprung-Weltcup in Willingen beizuwohnen. Die verbleibende Zeit bis zum Jump-Off wurde für mehr als ausreichend gehalten, weshalb nun auch keine besondere Eile geboten schien. Während der schier endlosen Kurverei durch die nordhessische Provinz, sollte sich dies jedoch als Trugschluss rausstellen. Wir erreichten unsere Bleibe pünktlich zur Mittagszeit, so dass noch exakt 25 Minuten blieben, um zum Briloner Bahnhof zu kommen. Da wir darauf verzichteten, unser Gepäck im Hotel zu verstauen und stattdessen ein Taxi mit 2 weiteren Hotelgästen nahmen, gelang dies auch vorzüglich. Die Bahnfahrt war dank der Sauerland-Card sogar kostenlos. Bei unserem viertelstündigen Zwischenhalt in Brilon-Wald machten wir nun erstmals Bekanntschaft mit den genannten Bahnhof. In einem Tal gelegen und reichlich heruntergekommen ereilten uns die ersten Fantasien genau hier einen Horrorfilm drehen zu wollen bzw. die Befürchtung in einem solchen unfreiwillig die Hauptrolle übernehmen zu müssen. Dass dann auch noch die Bahn-Securities um die Ecke bogen, passte aufgrund ihrer optischen Erscheinung, perfekt ins Bild. Verwarzter Glatzkopf und grenzdebiler Begleiter, wie sie in jedem mittelmäßigen US-High-School-Horror vorkommen...
Dies war dann auch der Zeitpunkt, dass erstmals der Begriff der strukturschwachen Bevölkerung die Runde machte. Und, ja etwas verarmt sahen hier tatsächlich Viele aus, wie sich bei unserer eineinhalbstündigen Wanderung vom Willinger Bahnhof zum Austragungsort des Skispringens zeigte. Dort angekommen erstmal wieder bestaunt, wie unglaublich hoch und steil so eine Schanze ist und die obligatorische Versorgung mit Dosenbier gestartet. Das Springen an sich dann mit einem guten dritten Platz für Deutschland, fertig, aus.
Nachdem wir noch die 2. Halbzeit Bundesliga in einer örtlichen Kneipe guckten, ging es nun zurück nach Brilon. Jedoch endete unsere Fahrt in Brilon-Wald jäh und wir mussten dort, da das mit den Eisenachern Sportsfreunden, mit denen wir die Wartezeit gekonnt verquatschten, bestellte Taxi einfach nicht kam, länger warten. Selbstverständlich kamen auch wieder die Irren von der Bahn-Sicherheit vorbei...sehr sehr misteriöser Ort, als Fotospot definitiv zu empfehlen. Sicher war Gregory Crewdson auch schon da.



Letztlich schafften wir es diesem bedrohlichen Kleinod von Bahnhofsarchitektur zu entrinnen, so dass der abendlichen Pizza-Aufnahme und den anschließenden Abtrainieren im hoteleigenen Schwimmbad nichts mehr entgegen stand. Da wir doch etwas geschlaucht waren, haben wir das Sportstudio um 11 und die Wiederholung auf 3sat leider verpasst, so dass ich bis heute nicht wirklich etwas über das Match der SGE und den Auftritt Armin Vehs im Sportstudio weiß.

Könnte man doch auch mal hinfahren:
Mandö

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