Freitag, 14. Juni 2013

It´s my life: Győri ETO – MTK Budapest 1:0 (1:0), ETO Park, 4500 Zuschauer, 25.5.13


Erster Tag unserer kleinen Rundreise durch Ungarn. Nach der Ankunft am Budapester Flughafen waren Tim und ich noch voller Begeisterung, wie reibungslos die Anreise vonstatten ging. Pünktlich um 5 aus dem Bettchen gekrabbelt (O-Ton „Kein Bock mehr zu pennen“), kurzes Pils zum Abschied Germaniens und direkt in den Flieger. Am Schalter der Autovermietung wurde unser Optimismus kurz getrübt, hatte ich doch vergessen mir entsprechend Kohle für die Kaution auf die Kreditkarte zu überweisen. Nach einem Telefonat mit meiner Bank, die mir leider auch nicht helfen konnte, haben wir es dann aber letztlich doch noch hinbekommen und konnten unsere erste Strecke in den Westteil antreten. In Győr angekommen, ging es nach einem kurzen Verpflegungsstopp in der stadioneigenen Mall direkt zum gebuchten Hotel Szieszta. Der Name war Programm, doch schon nach einem kurzen Nickerchen ging es zur Stadtbesichtigung. Dort war wider erwarten nichts los (wahrscheinlich irgendein Feiertag), sehenswert ist die Altstadt aber allemal. Weitherhin wurde uns der Aufenthalt durch einen Penner versüßt, der textsicher und gewand Dr. Albans It´s my life in der Fußgängerzone zum Besten gab. Amüsant!
Das Stadion ist (man meide den Weg vorbei an der Ethanolfabrik; stinkt zum kotzen) vom Zentrum fußläufig zu erreichen und auf dem Weg wartet die ein oder andere Lokalität auf Besuch. Das Gól Büfe und der Korong Pub waren unsere Anlaufpunkte, die bedenkenlos jedem Reisewilligen ans Herz gelegt werden können. Im Korong Pub lief standesgemäß 90er Dancefloor und just bei unserem Einlauf erneut It´s my life. Assifaktor ganz weit oben, aber für ein oder zwei Getränke durchaus unterhaltsam. Die Lokalität weiß durch ein illustres Publikum zu unterhalten, dagegen stinken Moseleck und Konsorten nur noch ab. Weißwein aus versifften 20 Liter-Kanistern war hier der absolute Verkaufsschlager, wir hielten uns nicht zuletzt aus hygienischen Gründen konservativ am Bierflaschenhals fest.
 


Ostblock-Style is his life
 
Der Eintritt war heute kostenlos, hatte das Heimteam nach 30 Jahren doch erstmals wieder die Meisterschaft errungen. Zu Stadion und Kulisse nur soviel: seelenlose Betonschüssel mit einem im Oberrang beachtlichen Neigungswinkel, Stimmung nahezu auf dem Nullpunkt, die wenigen Fans auf dem Oberrang wussten wahrlich nicht zu begeistern. Das Spiel gewannen die Gastgeber 1:0...feiertechnisch war davon nichts zu spüren.

Das abendliche CL-Finale schauten wir im Mandula Presszó, einer netten Kellerkneipe um die Ecke mit angenehmem Publikum. Interessant dass keiner der Anwesenden zum FCB hielt. Hätte ich irgendwie anders erwartet.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen