Samstag, 14. Dezember 2013

Black Sabbath, Uncle Acid & The Deadbeats, Festhalle Frankfurt, 4.12.2013

Treffpunkt vorm Supermarkt in der neuen Frankfurter Bankrott-Mall...

Ich hatte es mir schon mit meiner indischen Linsensuppe gemütlich gemacht, als zunächst Sabine und Axel, und kurz darauf auch Theo eintrafen. Nach einem flotten Sturzgetränk machten wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit flottikowski auf den kurzen Fußweg in die gudd Stubb.

Gerade als wir enterten, taten es uns Onkel Säure und die Todestakte gleich und ergossen einen psychedelischen Schwall Doom über uns, das es eine Freude war. Eigentlich ist es ja nicht die beste Rezeptur vor einem Headliner eine andere Band spielen zu lassen, die sich musikalisch doch sehr an diesem orientiert. Hier hat es aber irgendwie nicht gestört und ich fand die Jungs richtig gut. Ganz im Gegensatz dazu war die Akustik seitlich vor der Bühne katastrophal, so dass wir uns in der Pause einige Meter zurückzogen. War dann auch näher zum Bierstand.

Ja, und dann kam etwas, das ich so nicht erwartet hatte. Ich habe mich vor dem Konzert eigentlich kein bisschen damit befasst, wie sich Black Sabbath und besonders Ozzy bei den Auftritten zuvor geschlagen haben. Den letzten Eindruck, den ich von Ozzy hatte, war eigentlich der eines fertigen, kranken Mannes kurz vorm Exitus (The Osbournes). Und auf einmal kommt dieser Typ auf die Bühne geschossen und bearbeitet die Stage wie ein junger Gott. Das volle Programm, wie anno tobak...

Über das Set auch nur ein Wort zu verlieren, ist eigentlich absolut überflüssig. Mit nun astreinem Klang wurden einfach alle Hits dargeboten, die zu erwarten waren, und das war genau richtig. Dabei ließ Tony Iommi seine Plastikfingerkuppen wie eh und je über die Saiten gleiten, und der Drummer versteckte sich außer beim Solo (Schlagzeugsolos werde ich nie kapieren) in seiner Schießbude. So gehörte die große Show dem immer noch geschminkten und psychopathische dreinblickenden Ozzy Osbourne. Einfach legendär und mit der Empfehlung für jeden, die vielleicht letzten Chancen, die Band in dieser Konstellation sehen zu können, zu nutzen!

Ich freue mich jedenfalls schon auf die Fortsetzung im Essener Stadion im kommenden Sommer.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen