Support: STAGE BOTTLES, 5.9.mmx, Frankfurt - Nachtleben
Die legendären Cockney Rejects also in Frankfurt...hmm, was würde das wohl werden? Nach Rücksprache mit Oli waren meine Erwartungen auf jeden Fall ganz weit unten, wusste er doch nur Schlechtes zu berichten von seinem ganz persönlichen cockney rip-off beim Full Force.
Treffpunkt
mit Axl war an der Batsche. Die Parkplatzsuche gestaltete sich
angenehm kurzweilig. Also nichts wie raus aus meinem muscle car,
Pilsatoren unter den Arm geklemmt und über die Brücke zum
Veranstaltungsort. „Leicht“ irritiert ob der Abwesenheit des
erwarteten Mobs überquerte ich die Brücke zum Veranstaltungsort, wo
ich ein Hinweisschild mit der Verlegung ins Nachtleben vorfand. Also
Kommando zurück...
Den
Wagen geschwind auf der Arbeit abgestellt und los ging es mit Axl.
Vor der Venue war schon ein illustres Völkchen aus Skins, Skins und
einigen Skins versammelt. Die Vorfreude war allerorten groß, so auch
bei uns. Da allerdings zuerst noch einige Biers mit Joachim und dem
Getränkeprofi genuckelt werden mussten, verpassten wir die Stage
Bottles fast komplett. Etwas ärgerlich, haben sich die Jungs doch
seit den letzten zwei Alben enorm weiterentwickelt, aber gut.
Immerhin haben wir mit „solidarity“ und „sometimes antisocial,
alway antifascist“ noch zwei Knaller mitbekommen.
Nach
einer kurzen Pause betrat nun der Hauptact die Bühne. Erfrischend
jung präsentierten sich die 4 Herren aus dem londoner Osten, kein
Wunder waren Mannen doch zu Beginn ihrer Karriere noch keine 20 Lenze
alt. Insbesondere Sänger Jeff Turner bewegte sich wie ein junger Gott auf
der Bühne und wusste durch seine Schattenbox-Einlagen den ein oder
anderen komischen Akzent zu setzen. Auch das sollte dem Hitpotential
allerdings keineswegs im Wege stehen. Abgeliefert wurden dann auch
alle Smasher der ca. 30jährigen Bandgeschichte. Besonders „the
greatest cockney rip-off“, „the firm“ oder auch „oi! oi! oi!“
wussten zu begeistern. Alles in allem waren aber alle Songs Knaller!
Die späteren metallischen Lieder wurden dann auch glücklicherweise
komplett ausgespart. Die Benennung ihrer ersten Alben „greatest
hits 1-3“ macht Sinn, wie sich im Nachhinein eindeutig zeigt. Auch
der Rest des Publikums wusste die Performance durchaus zu schätzen
und ich bin überzeugt, hätte das Konzert nicht im langweiligen
Nachtleben stattgefunden, wären es eine großriesige Pogo-Party
geworden. Doch auch so entwickelte sich eine gute Stimmung, das
Publikum wurde gekonnt in die allesamt mitgröhlkompatiblen Refrains
eingebunden und es wurde eifrig getanzt. Wie lang das ganze Vergnügen
ging kann ich nicht sagen, so kurzweilig wurde hier die Hitbatterie
abgefeuert.
Für
mich eines der besten Konzerte der letzten Jahre, auch von den
anderen Besuchern waren immer wieder Worte wie „sensationell“ und
„Hammer“ zu vernehmen. Lediglich die Ohrwürmer, die mich die
folgenden Tage begleiten sollten, nervten etwas. Doch auch das ging
nach 3 Tagen vorbei.
Nervt irgendwie immernoch genauso gut wie 2010: Fear Factory - Damaged
Well, that´s D3F1N1T3LY B3TT4 TH4N 4T0M80M83!
AntwortenLöschen